Autor: Jan

 

Gesehene Fassung: siehe hier

 

FILMRATING: 83%

 

Titel: The Amityville Horror

 

OT: The Amityville Horror

 

Herkunft: USA (2005)

 

Regie: Andrew Douglas

 

Drehbuch: Scott Kosar

 

Darsteller: Ryan Reynolds, Melissa George, Philip Baker Hall

 

Länge: ca. 86 Minuten

 

Inhalt: Am 13. November 1974 erhielt die Polizei einen panischen Anruf, der sie zum Tatort eines grausigen Verbrechens im Haus der Defeos in Amityville, Long Island, führte; eine ganze Familie war in ihren Bann abgeschlachtet worden. In den folgenden Tagen gestand Ronald Defeo jr., seine Eltern und die vier Geschwister der Reihe nach im Schlaf erschossen zu haben. Er gab an, dass ihn "Stimmen" im Haus dazu getrieben hätten, diese Morde zu begehen. Im Jahr darauf zogen George und Kathleen Lutz mit ihren drei Kindern in das Haus der Defeos, von dem sie dachten, es sei die Erfüllung ihrer Träume. Doch bereits kurz nach dem Einzug ereignen sich bizarre und unbeschreibliche Dinge: albtraumhafte Visionen und gespenstische Stimmen des Bösen, das noch immer in diesem Haus lauert...

 

Altersfreigabe (FSK): ab 16

 

Kritik: Gespensterstimmen, Schockmomente, Abschlachtungen - dieser Film beherbergt so manches Klischee des typischen Horrorfilms. Dennoch gibt es einige gute Momente, die Produzent Michael Bay erzeugt hatte. Die Atmosphäre des Films ist beängstigend gruselig und das der Film keinen erkennbaren Handlungsstrang beinhaltet, merkt man dem schnörkelosen Horrorfilm-Remake nicht an. Zwar ist das Drehbuch von Scott Kosar eine Zumutung, der zuletzt das Schunddrehbuch zu "The Texas Chainsaw Massacre: The Beginning" verfasste, dennoch gelang es ihm das Grauen glaubhaft und einigermaßen kitschfrei rüberzubringen. Die Darsteller meistern ihre Rolle relativ gut, nur die Darstellung des 12-jährigen Jungen ist fehlbesetzt. Die Musik ist schaurig-gut komponiert und auch der etwas misslungene Schnitt erfüllt seinen Zweck. Das Regisseur Andrew Douglas aus der Musik-Clip-Branche kam, erkennt man sehr gut am Anfang des Films, in dem er rasante Schnitte im MTV-Stil zeigt. Die Mitteilung das Action-Regisseur Michael Bay den Klassiker von 1979 neuverfilmen will, ließ die Herzen der Fans höher schlagen und Proteste kamen auf. Bay, bekannt für pathos-getränke, sinnfreie Actionfilme wie "Armageddon" und "Pearl Habor", gelang jedoch ein Horrorfilm, der das Original locker in Schatten stellt. Die Tricks sind eine Augenweide und Langeweile ist in diesem Remake ein Fremdwort. Zwar braucht der Film einige Zeit, bis man sich an seiner eigenartigen Erzählweise gewöhnt, dennoch ist der Mittelpunkt, und der eigentliche Kern des Films perfekt getroffen, wobei das sehr enttäuschende Ende nicht auf dem Niveau des Films liegt...

 

Fazit: Gewaltätiges, rasantes Remake mit augenzwinkernder Erzählweise