Autor: Dennis

 

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FILMRATING: 96 %

 

Titel: High Tension

 

OT: Haute Tension

 

Herkunft: Frankreich (2003)

 

Regie: Alexandre Aja

 

Drehbuch: Alexandre Aja, Grégory Levasseur

 

Darsteller: Cécile De France, Maiween Le Besco, Phillipe Nahon, Franck Khalfoun, Andrei Finti, Oana Pellea, Marco Claudiu Pascu

 

Länge: ca. 87 Minuten

 

Inhalt: Ein einsames Haus, eine vereinte Familie, zwei unzertrennliche Freundinnen. Ein brutaler Mörder, der vor nichts zurück schreckt. Und die Nacht. Eigentlich wollte Alex nur mit Freundin Marie ihre Familie auf dem Land besuchen. Doch als die Nacht einbricht, dringt ein brutaler Fremder in das Haus ein und ein Kampf ums Überleben beginnt...

 

Altersfreigabe (FSK): k.J (geschnitten) oder SPIO: st. u. (weniger geschnitten)

 

DVD-Infos: In Deutschland ist keine ungeschnittene Fassung dieses Films erhältlich. Die etwas weniger als die FSK gekürzte Fassung der SPIO ist seit 2005, indiziert. Ungeschnitten bekommt man ihn bsplw. über Österreich mit deutscher Tonspur.

 

Kritik: Das Horrorgenre bedient den Konsumenten mit tausenden Ablegern aus den USA, aus Japan oder aus China, wenigen aus Deutschland, ja sogar manchmal aus Spanien. Vor Aja's "High Tension" war der französische Horrormarkt nicht ganz so bekannt in Deutschland, doch das änderte sich langsam mit diesem Film. Aja's Film löste eine neue Terrorfilmwelle aus Frankreich aus, die die Konsorten aus den USA haushoch überbot.

Filme wie "Inside", "Frontier(s)" und "Martyrs" folgten. Die Serie der französichen Terrorfilme wird unter Fans auch gerne mal als die "neue französische Härte" bezeichnet. Sehr zutreffend dieser Name eigentlich. Und das alles startete mit "High Tension".

 

Nicht umsonst, hat der Film den Namen den er trägt. Aja wollte mit seinem Schocker einen Slasher drehen der einem von Anfang bis zum Ende in seinen Bann zieht. Der Atem sollte einem stocken, und man sollte mit den Protagonisten mitfiebern. Nun ja, das ist ihm auch größtenteils gelungen. Es dauert zwar ein klein wenig bis der Film auf Hochtouren läuft, aber dann richtig.

 

Teils, muss man sagen, nimmt der Film doch pervers angehauchte Auswüchse an, doch in welchem brutalerem Film bitte nicht!? Eben, in keinem. Das gezeigte, vor allen Dingen die Gewalt dürfte viele überraschen, teils sogar wegekeln. (Na ja, zumindest in der Österreischichen uncut Version.) Und was Aja am Ende bereithält spaltet die Fanwelt. Für die einen zerstört es den Film, für die anderen macht es ihn einfach genial. Ich muss sagen, das es mir außerordentlich gut gefallen hat und ich finde das "High Tension" ein spannender, fieser Slasher ohne Kompromisse und Schnörkel geworden ist. Dieser Film sucht einfach seines gleichen...

 

Zu der Regie samt Kameraführung kann man nicht viel sagen, wer Ajas andere Werke wie beispielweise "The hills have eyes" gesehen hat, weiß das Aja seine Projekte äußert vorsichtig inszeniert um einen zu schockieren, zu fesseln, und zu begeistern. Ich halte ihn mit für einer der besten Nachwuchsregisseure die es gibt.

Die Darsteller kann man auch nicht bemängeln, sie spielen alle Spitze, aber natürlich an der Spitze: Cécile De France die ihr Rolle hervorragend meistert. Man kauft ihr einfach alles ab. Das Denken, das Handeln - alles stimmt.

 

Alles in allem ist "High Tension" wohl einer der spannensten, blutigsten und besten Slasher die es gibt. Ein wahres Meisterwerk!

 

Fazit: Spannend, blutig, fies und einfach nur genial!