Autor: Jan

 

FILMRATING: 84%

 

Titel: The Ring

 

OT: The Ring

 

Herkunft: USA/J (2002)

 

Regie: Gore Verbinski

 

Drehbuch: Ehren Kruger

 

Darsteller: Naomi Watts, Martin Henderson, David Dorfman, Brian Cox

 

Länge: ca. 110 Minuten

 

Inhalt: Zunächst scheint es nur eine weitere dieser Großstadtlegenden zu sein - man erzählt sich von einem alptraumhaften Videoband, das jeden der es sieht nach sieben Tagen tötet. Doch dann sterben tatsächlich vier Teenager genau eine Woche nachdem sie das Band gesehen haben unter mysteriösen Umständen. Die Neugier der Journalistin Rachel Keller ist geweckt. Von der düsteren Geschichte fasziniert, spürt sie das Band auf - und schaut es sich an. Die Legende wird war. Die Uhr tickt. Rachel bleiben nur sieben Tage, um das Geheimnis des Ringes zu lüften....

 

Altersfreigabe (FSK): ab 16

 

Kritik: Eine weitere Neuverfilmung - kann das gut gehen? In der Tat, es kann! Vor allem wenn sich Regie-Wunderkind Gore Verbinski sich den Stoff vornimmt. Zusammen mit Ehren Kruger schrieben sie den Kultfilm aus Japan clever um, ohne irgendwie banal abzukupfern. Die Darsteller sind ideal besetzt, die Musik von Komponist Hans Zimmer genial produziert und um ohne das Original aus Japan in den Schatten zu stehlen, erschufen sie einen eigenen, wunderbar-gruseligen Horrorfilm. Zwar basiert die Geschichte lose auf das Original, doch der Ablauf und der Grauen wurde eigens neu gemacht, und dabei ist es ihnen gelungen es noch grauenhafter zu gestallten. Ein Schocker jagt den nächsten, ohne große Effekthascherei. Zwar ist der Film kein Mammut-Projekt, kann sich dennoch als solches verkaufen, denn im Kino lief er außerordentlich gut, weshalb er bis jetzt eine überflüssige Forsetzung nachsichzog. Zugegeben, die Botschaft ist etwas dick aufgetragen und Verbinskis Familiendrama mag arg kitschig daherkommen, dennoch ist die Chemie stimmig und passt wie angegossen. Nicht sonderlich blutig, aber grauenhaft inszeniert, mit Mut einen Schritt weiterzugehen, und zwar den Täter Gefühl einzuhauchen. Das gelingt nur ansatzweise, denn dem Täter wird keine Tiefe gegeben und bleibt somit oberflächlich. Im großen und ganzen ein wunderbar-grausamer Film das insgeheim eine kleine Abrechnung mit der Medien sein sollte, in dem es heißt, man soll nicht alles anschauen, was einem in die Hände kommt. Vielen Kritikern ist dieser kleine, aber dennoch wichtiger Punkt entgangen.

 

Fazit: Spannender kleiner Nervenkitzel mit großer Wirkung - nichts für Zartbeseitete